Freitag, 20. März 2015

1,45 cm Leben...

... befinden sich in meinem Bauch und ein kleines Herzlein schlägt bereits seit SSW 5+5, was ich ja Wahsinn fand. Zwischenzeitlich hatte sich der kleine Krümel beim Präntalmediziner eine Woche später schön in der Ecke versteckt, aber wir haben ihn dann doch gefunden.
Aber gestern beim FA konnte er sich nicht mehr verstecken, denn er ist ja so schön gewachsen.

Heute beginnt die 9. Schwangerschaftswoche und soweit ist nach meinen erneuten Terminen beim Kiwudoc, Pränatlmediziner, und Frauenärzten alles in Ordnung. Es schmiert jedoch seit nun mehr 4 Wochen vor sich hin, es ist weniger geworden, und seit zwei Tagen habe ich nicht mehr wirklich braun gesehen aber dem Braten traue ich noch nicht so ganz, im Urin ist eben noch Blut.

Ich werde wöchentlich mit dem vollen Programm, Urin, Ultraschall, Abstrich, pH-Wertmessung etc überwacht. Die Plazenta steht unter Beobachtung, es wird wohl eine Vorderwandplazenta, aber die Muttermundnähe kann noch nicht endgültig beurteilt werden. Die FTMV-Pläne laufen, aber das hängt natürlich noch von vielen Faktoren ab.

Ansonsten haben mich die Schwangerschaftssymptome ziemlich im Griff, mir ist zwar nicht schlecht, aber sonst ist es heftiger als bei meiner letzten Schwangerschaft, Müdigkeit, Kreislauf, Essen im 2-Stunden-Takt, die guten und die schlechten Nächte, und mein Kampf mit der lieben Dosis Magnesium und dem Durchfall etc..

Aber ich bin deutlich ruhiger als in meiner letzten Schwangerschaft, es kommt wie es kommt, die Ärzte und ich tuen alles für den kleinen Knopf und der Rest liegt nicht in meiner Hand.
Nach dem Motto meiner lieben T. lebe ich im Hier und Jetzt und was morgen passiert weiß ich nicht, aber ich werde es bewältigen. Wir haben zumindest noch mal eine neue Chance bekommen.

Montag, 2. März 2015

Es schmiert und schmiert und schmiert...

und zwar mittlerweile elf Tage lang..., aber mein Kampfkrümel kämpft!

Aber alles auf Anfang, denn die Maschinerie läuft bereits auf Hochtouren:

Nach meinem positiven Test letzten Sonntag war ich dann Montags bei SSW 4+3 direkt bei meinen Frauenärzten, da es eben schmierte und ich das Gefühl hatte eine Blasenentzündung zu haben. Kurz vor dem Termin musste ich ca. alle 30 min. auf die Toilette. Die Urinprobe ergab dreifach Blut im Urin, wobei natürlich nicht ganz sicher war, ob es nur vom Geschmiere kam oder auch von der Blase. Also gabs zur Sicherheit ein Einmalantibiotikum und das hat dann auch schnell geholfen, so dass ich sehr sicher bin, dass da auf jeden Fall was an der Blase war. Zusätzlich habe ich gleich nach Vagiflor gefragt und das steht jetzt auch auf meinem Speiseplan. Die Frage nach Heparin habe ich auch direkt angestossen und meine Ärztin wollte sich diesbezüglich mit meinem Arzt besprechen, nachdem Frau Dr. Ramsauer aus Berlin die Empfehlung aufgrund meiner Vorgeschichte und meiner homozygoten MTHFR-Mutation bereits ausgesprochen hatte. Ich habe auch direkt die Karten auf den Tisch gelegt, dass ich einen FTMV anpeile, und die Ärztin stand sofort hinter meinen Plänen. Sie hat wohl selber heftige Geschichten hinter sich und brauchte ebenfalls einen FTMV bei ihren Kindern, und sie meinte auch gleich, dass der FTMV allein schon für ihre Psyche Gold wert war. Ach sie war einfach überhaupt so süss, sie nahm meine Hände und ihre ersten Worte waren nur "sie glauben gar nicht, wie sehr ich Ihnen dieses Kind wünsche". Der Ultraschall zeigte dann noch eine hoch aufgebaute Schleimhaut von 17mm!!!, das war wie Gold in meinen Ohren, und man hat bereits die kleine Fruchthöhle erkannt.

Trotz dem ganzen Geschmiere hatte ich die ganze Zeit ein tiefes inneres Gefühl, dass alles gut ist. Aber angesichts der besagten Toilettengänge wurde dieses dann immer wieder auf eine Probe gestellt.

Naja weiter gings dann am Mittwoch, da war dann die erneute Blutabnahme in der Kiwu, und diese ergab einen wunderbaren HCG von 1019 an PU+19 und TF+14. Alle Werte waren super, nur die Schilddrüse muss nun leicht eingestellt werden, um für eine Schwangerschaft optimal zu sein. Also wieder was neues für meinen Speiseplan.

Donnerstags war ich dann direkt wieder bei meinen Frauenärzten, um das Rezept für das Heparin abzuholen und die Dosis zu besprechen. Meine Ärzte hatten beschlossen, dass alles was eben nicht schadet, bei mir nun prophylaktisch gemacht wird, und informierten auch meinen Pränatalspezialisten darüber. Nach Rücksprache mit Frau Dr. Ramsauer war dann auch die Dosis gefunden.

So sieht nun also mein vorläufiger Speiseplan aus:
Folgamma 1-1-1
Taxofit Folsäure 0-1-0
Utrogest 2-2(vaginal)-2(oral)
Magno Sanol 150-300mg am Tag (Durchfallalarm, grrrr....)
Vigantol Vitamin D 3 Tropfen täglich
L-Thyroxin25
ASS 100
Heparin Clexane 0,2
Vagiflor

Nachdem es dann am Wochenende wieder etwas frischer schmierte, wurde die Probe immer härter, und mein Glaube daran, dass da noch was ist, bzw. es sich um eine intakte Schwangerschaft handeln sollte, wurde immer geringer. Somit beschloss ich heute wieder zur Ärztin zu fahren, da ich nicht bis Mittwoch warten wollte. Und es war für meine Psyche genau das Richtige. Man konnte heute auf dem Ultraschall bei SSW 5+3 bereits eindeutig den Dottersack erkennen, ich konnte es gar nicht glauben, aber ich habe ihn sofort mit eigenen Augen gesehen, hatte ich doch frühestens am Mittwoch mit dem Hauch eines Dottersacks gerechnet. Es hatte sich doch mehr Ballast angesammelt als ich dachte und der fiel ein Stück weit von mir ab und es flossen die Tränen. Nie hätte ich gedacht, wie erleichternd der Anblick eines solchen Dottersacks sein könnte. Die Frucht ist in ihrer Entwicklung sogar bereits zwei Tage voraus bei SSW 5+5. Eine Ursache für die Schmierblutung konnte sie nicht finden, lediglich eine kleine Flüssigkeitsansammlung war im Ultraschall etwas weiter unten zu erkennen. Meine FA meinte dann auch noch mal, dass wenn ich nicht meine Vorgeschichte hätte, sie sich wegen dem Geschmiere gar nichts denken würde, und sie hat noch mal betont, dass ich den absoluten Freifahrtschein habe, und so oft ich will in der Praxis aufschlagen kann.

So jetzt seit ihr upgedatet, und ich liege immer noch den ganzen Tag zu Hause rum, hoffe auf ein Ende der Schmierblutungen, und einen kräftigen Herzschlag nächste Woche.

Tausend Dank für all eure Daumen, ich kann sie wirklich gebrauchen.